Weltklimatag am 8.12.2019 – Aufstehen gegen die drohende Klimakatastrophe

Auf ihrem letzten Treffen befasste sich die Initiative Ökologischer Wiederaufbau in Kobanê mit den dramatischen Ergebnissen des IPCC-Berichts (Intergovernmental Panel on Climate Change) und den militärischen Provokationen der türkischen Armee an der Grenze zum Kanton Kobanê in der Demokratischen Föderation Nordsyrien – Rojava.

Der Sonderbericht des IPCC warnt vor einer „Heißzeit“ mit bedrohlichen Folgen für das Leben auf der Erde, wenn die Erderwärmung nicht durch Sofortmaßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes auf Null gestoppt wird. Ein Film des IPCC zeigt, dass das Eisschelf in der Antarktis instabil und losgebrochen ist, wie eine Gletscherwand in Grönland abrutscht, extreme Überschwemmungen wie in den Philippinen. Vor dem Hintergrund des notwendigen Umschwenkens in der Energieerzeugung kommt der geplanten Solaranlage für das Gesundheitszentrum in Kobanê besondere Bedeutung zu. Es kann zu einem Modell für den ökologischen Aufbau in Rojava werden. Dass bisher häufig Strom mit umweltschädlichen Dieselgeneratoren erzeugt wird, ist der Blockade-Politik der umliegenden Staaten, vor allem der Türkei, geschuldet. Mit der Kontrolle des Wassers von Euphrat und Tigris trägt die Erdogan-Regierung die Hauptverantwortung für die extrem niedrigen Wasserstände beider Flüsse.

Wir nehmen den Weltklimatag zum Anlass, energetische Sofortmaßnahmen zum Klimaschutz zu fordern und protestieren gegen die imperialistische Wasserpolitik der Türkei.

Thema des Treffens unserer Initiative war auch der Vierer-Gipfel Ende Oktober in Istanbul mit den Staatschefs von Russland, Frankreich, Deutschland und der Türkei. Bei den Verhandlungen um einen angeblichen Friedensplan ging es offenbar um die Aufteilung Syriens – ohne dass ein Syrer dabei war. Kurz danach nahm die türkische Armee Grenzdörfer im Kanton Kobanê in Nordsyrien unter Artilleriebeschuss. Die Attacken richteten sich direkt gegen Kinder, Zivilisten und die Selbstverteidigungskräfte – und der Gipfel hatte offenbar grünes Licht dazu gegeben.

Deshalb: Macht auch am 8.12.2018 die Solidarität mit dem Kampf für Demokratie und Freiheit in Rojava zum Thema. Die Lösung der ökologischen Frage erfordert, die Profit- und Machtpolitik aller Großmächte zu bekämpfen. Unterstützt den ökologischen Wiederaufbau in Rojava! Dazu gehören auch weitere Spenden für die Solaranlage auf das Konto von Solidarität International, IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84, BIC: FFVB DEFF (Frankfurter Volksbank), Stichwort: „Ökologischer Wiederaufbau Kobanê“.

 

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